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ArchivPlasmabehandlung von HolzoberflächenOberflächen unterschiedlichster Materialien werden mit einer Plasma-Behandlung im Vakuum und bei Atmosphärendruck gereinigt, erwärmt und aktiviert. Dabei entfernen die im Plasma enthaltenen Ionen, Elektronen, Moleküle und Radikale an den Oberflächen anhaftende Schmutzpartikel durch direkte Impulsübertragung, beseitigen Fremdschichten und erzeugen durch chemische Reaktionen gezielt neue chemische Gruppen. Ein wesentliches Ziel dieser Oberflächenmodifikation ist die Erhöhung der Oberflächenenergie und der chemische Aktivität der Oberfläche, da hierdurch die Haftungseigenschaften aufgebrachter Farben und Kleber verbessert werden, so dass z.B. auf Haftvermittler verzichtet werden kann. In der industriellen Praxis werden mit Gasentladungen erzeugte Plasmen heute in vielfältiger Weise zur gezielten Veränderung der Oberflächeneigenschaften von Metallen, Gläser und insbesondere von Kunststoffen eingesetzt, ohne deren Volumeneigenschaften zu beeinflussen. Insbesondere ist es möglich, wasserabweisendes (hydrophobes) oder wasseranziehendes (hydrophiles) Verhalten zu erzeugen und die Oberflächen definiert mit (chemisch) funktionellen Gruppen auszurüsten. Bei Holzwerkstoffen wurde diese Technik in der Vergangenheit nicht eingesetzt, da diese aufgrund ihrer oft großen Abmessungen, der Empfindlichkeit gegenüber Hitze und der nicht vorhandenen Vakuumtauglichkeit große Probleme in der technischen Umsetzung in den bisher üblichen Vakuumprozessen bereiteten. Mit der Weiterentwicklung der Atmosphärendruck-Plasma-Technologie auf die Bedürfnisse der holzverarbeitenden Industrie wurden diese Schwierigkeiten jetzt überwunden, so dass die Plasma-Vorbehandlung in das Interesse der Holzverarbeiter gerückt ist. Mit der Weiterentwicklung der (an sich bekannten) dielektrisch behinderten Entladung (DBD/Koronaentladung), die offen unter Atmosphärendruck und an Umgebungsluft stattfindet, konnten beachtliche Effekte erzeugt werden: Durch Beschleunigung der Absorption und Erhöhung der Eindringtiefe aufgebrachter Farben, Lacke, Leime werden: • Prozesszeiten verringert • Haftfestigkeiten erhöht so dass • die Bruchfestigkeit von Leimholz erhöht wird • der Leimverbrauch verringert wird • die Funktionalität und Dauerhaftigkeit der herkömmlichen Holzkonservierung durch Anstrich oder Imprägnierung verbessert wird • völlig neue Hölzer, Materialien und Materialkombinationen eingesetzt werden können. Hierbei sind die erzielten Ergebnisse z.T. unabhängig von Art und Feuchtegehalt des Holzes. |

